Mit der FIFA Frauen-WM 2011 beginnt am Sonntag das Sportereignis des Jahres. Gastgeber und Titelverteidiger Deutschland startet im Berliner Olympiastadion gegen Kanada in das Unternehmen "Titelverteidigung". Neben Deutschland werden Brasilien mit Weltfußballerin Marta sowie Olympiasieger USA und Schweden als Favoriten auf den WM-Gewinn gehandelt. ARD und ZDF übertragen alle WM-Spiele live, mindestens 15 HD-Kameras pro Spiel sorgen für Champion-League-Niveau.
Die Eröffnungsfeier im Berliner Olympiastadion verspricht ein buntes Spektakel zu werden: 20 Minuten vor dem Anpfiff der Auftaktbegegnung zwischen Titelverteidiger Deutschland und Kanada werden 1500 Fans die 16 teilnehmenden Nationen in einer elfminütigen Zeremonie repräsentieren.
Den Startschuss zur WM unter dem Motto "20Elf von seiner schönsten Seite" gibt U20-Weltmeisterin Inka Wesely vom deutschen Meister Turbine Potsdam. Sie wird auf einen überdimensionalen Globus zielen. Der soll sich in einen "riesigen, runden Spiegel" verwandeln. 2000 Schülerinnen und Schüler aus Berliner Schulen bilden den Rahmen der Feier auf dem Rasen.
Bundestrainerin Silvia Neid wird die letzte Ansprache vor dem WM-Auftakt der deutschen Fußballerinnen einer Spielerin überlassen. "Es steht noch nicht fest, wer das machen wird. Das entscheide ich auf der Busfahrt zum Stadion und spreche dann mit derjenigen darüber", sagte sie bei der letzten Pressekonferenz vor dem Spiel. Die Mannschaft stehe noch nicht. Erst nach einer Aussprache mit dem Trainerteam am Abend will sich die 47-Jährige festlegen.
Bundespräsident Christian Wulff fiebert dem Anpfiff der Frauenfußball-WM bereits entgegen. Das Staatsoberhaupt, das nach eigenen Angaben seit dem EM-Titel 1989 Fan der deutschen Frauenfußball-Nationalmannschaft ist, erhofft sich von dem Turnier einen weiteren Imagegewinn für Deutschland: "Die Fußball-WM der Männer hat 2006 dazu beigetragen, der Welt das vereinigte Deutschland des 21. Jahrhunderts näherzubringen. Ich freue mich, dass wir nun zum zweiten Mal die Gelegenheit zu einem Sommermärchen haben und die Botschaft - die Welt zu Gast bei Freunden - wiederholen können", sagte Wulff auf dfb.de.
